Die Infos zur japanischen Toilette habt ihr ja schon, nun noch ein paar Details zum Rest des Apartments.
Unsere Adresse kennt ihr bereits, auf Google Maps könnt ihr uns dennoch nicht finden, da das Gebäude neu ist.
Wir wohnen im Stadtteil Center Kita. Übersetzt bedeutet dies „das Zentrum des Nordens“ und beschreibt die Lage in Yokohama ganz gut. Genau genommen wohnen wir zwischen Yokohama und Tokio, was wir beides ähnlich schnell erreichen.
Vorm Haus haben wir Bushaltestellen und Taxistände, daneben die Metro und auf der anderen Seite eine Autovermietung, sodass wir uns nun gegen ein Auto entschieden haben, auch wenn der Tiefgaragenplatz schon gebucht war.
Mit Gesichtserkennung kommen wir durch die Eingangstür zum Aufzug. Daneben findet sich gleich das erste Highlight: Paketboxen. Während sich der Empfang von Paketen auf unserem Grundstück in Gerlingen trotz Abstellgenehmigung gern wie die österliche Eiersuche gestaltet, findet man hier seine Post einfach in den dafür vorgesehenen Boxen, die man über einen Code öffnet. Mein persönlicher Traum!
Mit dem Paket in der Hand geht’s dann in den 9. bzw. 10. Stock, die obersten Stockwerke des Gebäudes. Mathea erzählt gern, dass wir mit dem Aufzug direkt ins Schlafzimmer fahren können, tatsächlich steigen wir aber meist bereits im 9. Stock aus.
Auf dem ersten Stockwerk haben wir den Wohn-/Essbereich mit Küche und Bad, im oberen Stockwerk, dort kommen wir auch über eine Treppe hin, sind die Schlafzimmer und sogar noch eine zweite japanische Toilette. Darüber dann die Dachterrasse.
Da wir die ersten Mieter sind, ist alles schön neu und es gibt nichts zu beanstanden. Tatsächlich wird hier sogar ein weiterer Einrichtungstraum wahr: Wandschränke. Die sind nicht nur praktisch, weil man keine kaufen muss, sondern sind vor allem deswegen eingebaut, da sie bei einem Erdbeben nicht umfallen und ein Verletzungsrisiko darstellen können.
Auf ein Erdbeben wartet Konstantin bereits gespannt. Ich bin da persönlich nicht so interessiert dran, auch wenn die Fluchtwege bekannt sind und das KatastrophenSet zur Einrichtung gehört.
Wir fühlen uns sehr wohl in unseren neuen vier Wänden, auch wenn man trotz Neubau feststellt, dass hier nicht alles den deutschen Bausstandards entspricht. Von denen sagt man ja ohnehin, dass sie völlig übertrieben wären, deswegen lässt man hier lieber zwischen Wand und Fenster einen kleinen Spalt, durch den immer eine kleine Brise weht, sodass das morgendliche Lüften geradezu überflüssig wird. Da wir den Luxus einer Fußbodenheizung (unsere Kinder liegen in ihrer Freizeit eigentlich nur noch auf dem warmen Boden rum) und neue Klimaanlagen haben, haben wir es dennoch angenehm warm.
Das so vorbildliche Japan hat also nicht nur ein Problem mit Plastik, sondern auch mit der richtigen Isolierung, wenn es ums Klima geht.









