Nachdem ich mich schon von Duolingo in den Bann habe ziehen lassen und fast täglich eine Stunde mit der App Japanisch lerne, kann ich inzwischen tatsächlich schon einige Worte verstehen und Schriftzeichen lesen (das macht mir am meisten Spaß), während ich eine Niete im Schreiben bin, aber auch gar kein Motivation dafür habe, dies zu lernen.
Die Sprachlern App bietet zwar ausreichend Suchtgefahr und ist wirklich gut aufgebaut. Mir fehlt allerdings die Konversation, um auf kleinere, einfache Unterhaltungen eingestellt zu sein.
Nun hatte ich die Wahl zwischen einer Unterhaltung mit irgendeiner KI oder einem Sprachkurs. Ich habe nichts von beidem gewählt und das ausprobiert, was direkt um die Ecke ist.
Eine Art Gemeindezentrum hier in der Mall direkt nebenan, bietet interkulturelle Begegnungen und auch Japanischstunden an. Dort verbringen Menschen ehrenamtlich den Vormittag, um Leuten wie mir (hier sind es oft BOSCHler Frauen, da der neue Headquarter direkt nebenan ist) diese schwierige Sprache im Einzelunterricht beizubringen. 90 Minuten für 100¥, gut 0,60 €, da lacht das Schwabenherz!
Es handelt sich natürlich nicht um Fachpersonal und so war der Einstieg erstmal gewöhnungsbedürftig, da mein Gegenüber auch nicht ganz flüssig im Englischen war. Am Ende habe ich in den ersten 90 Minuten jedoch eher gelernt was ich wirklich brauche, als mir Duolingo bisher geboten hat.
Ich kann nun nicht nur sagen wie ich heiße, wo ich herkomme, was ich arbeite und mag, sondern endlich auch zwei Bier auf Japanisch bestellen: Biiru nihai onegaishimasu🍻
Entsprechend treffe ich mich nächste Woche wieder mit meinem neuen Freund Hiroji-san und hoffe, noch mehr solch überlebenswichtigen Formulierungen zu lernen.
乾杯!