Während Mathea heute mit großen Schritten und Vorfreude ihrem ersten Schultag entgegenläuft, ist ein eher dunkler Tag für viele japanische Schulkinder.
Am 1. September, dem Ende der Sommerferien und dem Beginn des 2. Trimesters des Schuljahres in Japan, ist die Suizidrate bei Schulkindern besonders hoch. Viele Kinder kehren an diesem Tag in ein schulisches Umfeld zurück, das von Mobbing, Leistungsdruck oder sozialer Isolation geprägt ist. Der psychische Stress, vor allem durch „Ijime“ (Mobbing), ist für manche so belastend, dass sie keinen Ausweg mehr sehen. Der 1. September steht daher symbolisch für den Druck, den das Schulsystem auf Kinder ausüben kann.
Immerhin gibt es mittlerweile Initiativen, die Schutzräume und Unterstützung bieten, denn tatsächlich bekommt man vor Ort mit welch großem Druck die Schulkinder ausgesetzt sind, auch wenn man sich in der Blase der Deutschen Schule aufhält!