“Akemashite omedetō gozaimasu” ist der japanische Wunsch zur Jahreswende. Doch bevor das neue Jahr beginnen kann, gibt es einiges zu tun. Die Vorbereitungen auf den japanischen Jahreswechsel sind mindestens so wichtig wie das Fest selbst.
Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitungen ist die Oosouji, das große Putzen. Wohnungen, Häuser, Büros, Schulen und sogar Tempel werden gründlich gereinigt. Diese Reinigung steht symbolisch dafür, Unglück, schlechte Energien und Belastungen des alten Jahres loszuwerden, um „rein“ ins neue Jahr zu gehen.
Dann wird dekoriert! Shimekazari sind festliche Anhänger aus Stroh, Papierstreifen und Verzierungen wie Früchten, Bändern und Bambusblättern. Sie hängen meist an Haustüren oder Eingängen und stehen für Glück, Schutz vor bösen Geistern und einen Neuanfang. Kadomatsu, aus Bambus, Kiefernzweigen und Stroh, stehen oft an Eingängen von Häusern, Tempeln und Schreinen. Sie sollen Glück und Wohlstand im neuen Jahr bringen.
Das Schreiben von Nengajo (Neujahrskarten) muss auch noch vor der Jahreswende erledigt werden und ist sehr wichtig für die Familien.
Nun wird’s richtig gemütlich. Drei Tage verbringt man zu Neujahr mit der Familie und macht eigentlich nichts anderes als essen. Auch die Speisen sind sehr symbolträchtig und man isst nichts ohne Bedeutung. Manche Familien besuchen einen Schrein oder brechen am 1. Januar zum Sonnenaufgang auf einen Berg oder zum Strand auf, um das neue Jahr ganz traditionell zu begrüßen.
In Japan befinden wir uns übrigens nicht im Jahr 2026, sondern im 8. Jahr der Heisei Ära bzw. im Jahr des Pferdes.