Sakura by night đž
Meguro River Cherry Blossom Promenade






Meguro River Cherry Blossom Promenade



































Frische BlumenstrĂ€uĂe in der klinisch reinen Toilette der AutobahnraststĂ€tte. So etwas hat man als EuropĂ€er noch nicht gesehen.














Der Trend reiĂt nicht ab. Jetzt wird die trendige Leinentasche mit deutschem Supermarktaufdruck sogar schon auĂerhalb von Tokio im beschaulichen Yokohama getragen.
Verstanden habe ich das japanische Gesundheitssystem noch nicht vollstĂ€ndig, aber mit einer privaten Auslandskrankenversicherung und somit zunĂ€chst als Selbstzahler, ist man ein gern gesehener Patient. Zumindest was das Finanzielle angeht, ansonsten wĂŒrden sie vermutlich gern auch auf die AuslĂ€nder verzichten, die so gar keine Ahnung von einem japanischen Arztbesuch haben.
HĂŒrde Nr. 1: Man ruft an, um ohne jegliche Sprachkenntnisse einen Termin zu vereinbaren. Da auf der anderen Seite das Englisch so gut ist wie das Japanisch und schlechter, kann es schon ein bisschen lĂ€nger dauern bis man ein Datum notieren kann.
HĂŒrde Nr. 2: Ist der Tag der Untersuchung gekommen, steht man vor der Arztpraxis und sieht das groĂe Schild fĂŒr Maskenpflicht. Eigentlich könnte man da selber drauf kommen, da die Maske hier ja zum Alltag gehört, doch man vergisst sie natĂŒrlich dennoch. Entweder geht man dann in den nĂ€chsten Convenience Store, der nie weit weg ist, oder man traut sich ohne Maske bis zur Rezeption. Dort wird einem auch sofort mit einem freundlichen LĂ€cheln und einer kostenlosen Maske ausgeholfen.
HĂŒrde Nr. 3: Womöglich hat man beim Weg zur Rezeption schon den nĂ€chsten Fehler gemacht und hat die Schuhe angelassen. In der Regel zieht man am Praxiseinang seine Schuhe aus und stellt sie in ein Regal. NatĂŒrlich wird auch hier die Arzthelferin aktiv und weist freundlich auf das âSchuhe verbotenâ-Schild hin.
HĂŒrde Nr. 4: Endlich sitzt man zwar mit Maske, aber dafĂŒr ohne Schuhe im Wartebereich, da kommt auch schon die nĂ€chste aufmerksame Angestellte angelaufen und bringt ein paar Schlappen. Bei einem Blick in die Runde stellt man fest, dass alle wartenden Patienten Schlappen tragen. Macht ja Sinn, wenn StraĂenschuhe verboten sind.
HĂŒrde Nr. 5: Zum Abschluss des Arztbesuchs will man es besonders richtig machen und die Schlappen wenigstens selber ordentlich aufrĂ€umen, da ist kein Regal oder Fach in Sicht, geschweige denn die neuen oder getragenen Schlappen der anderen Patienten.
Dann kommt der Moment, in dem man wieder merkt, dass man im Land der Maschinen lebt. Zum letzten Mal springt eine aufmerksame Arzthelferin auf, nimmt die Schlappen, legt sie auf ein GerĂ€t und schwups sind die Schlappen verschwunden. Wohin? In eine Schuhdesinfektionsmaschine! Die Schlappen werden im Inneren der Maschine gestapelt und mithilfe von UV-Licht desinfiziert. DrĂŒckt man den einzigen Knopf dieses GerĂ€ts, fĂ€llt unten ein frisch gereinigtes Paar Schlappen raus.
Willkommen bei Ihrem Hausarzt in Japan!








âAkemashite omedetĆ gozaimasuâ ist der japanische Wunsch zur Jahreswende. Doch bevor das neue Jahr beginnen kann, gibt es einiges zu tun. Die Vorbereitungen auf den japanischen Jahreswechsel sind mindestens so wichtig wie das Fest selbst.
Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitungen ist die Oosouji, das groĂe Putzen. Wohnungen, HĂ€user, BĂŒros, Schulen und sogar Tempel werden grĂŒndlich gereinigt. Diese Reinigung steht symbolisch dafĂŒr, UnglĂŒck, schlechte Energien und Belastungen des alten Jahres loszuwerden, um âreinâ ins neue Jahr zu gehen.
Dann wird dekoriert! Shimekazari sind festliche AnhĂ€nger aus Stroh, Papierstreifen und Verzierungen wie FrĂŒchten, BĂ€ndern und BambusblĂ€ttern. Sie hĂ€ngen meist an HaustĂŒren oder EingĂ€ngen und stehen fĂŒr GlĂŒck, Schutz vor bösen Geistern und einen Neuanfang. Kadomatsu, aus Bambus, Kiefernzweigen und Stroh, stehen oft an EingĂ€ngen von HĂ€usern, Tempeln und Schreinen. Sie sollen GlĂŒck und Wohlstand im neuen Jahr bringen.
Das Schreiben von Nengajo (Neujahrskarten) muss auch noch vor der Jahreswende erledigt werden und ist sehr wichtig fĂŒr die Familien.
Nun wirdâs richtig gemĂŒtlich. Drei Tage verbringt man zu Neujahr mit der Familie und macht eigentlich nichts anderes als essen. Auch die Speisen sind sehr symboltrĂ€chtig und man isst nichts ohne Bedeutung. Manche Familien besuchen einen Schrein oder brechen am 1. Januar zum Sonnenaufgang auf einen Berg oder zum Strand auf, um das neue Jahr ganz traditionell zu begrĂŒĂen.
In Japan befinden wir uns ĂŒbrigens nicht im Jahr 2026, sondern im 8. Jahr der Heisei Ăra bzw. im Jahr des Pferdes.
Warum bekommt man als Gast einer Trauerfeier nach der Beerdigung von der Familie des Verstorbenen ein PĂ€ckchen Salz fĂŒr zu Hause geschenkt?
Keine Frage habe ich bisher hÀufiger gehört.
Auch wenn wir erst seit 10 Monaten im Land der aufgehenden Sonne wohnen, kann ich allen anderen, die seit unserer Ankunft von Herbst und Winter in Japan schwÀrmen, nur zustimmen: Reist im Herbst.
Das will man als Lehrer oder Familie natĂŒrlich nicht hören, aber es ist mit Abstand die schönste Jahreszeit!
WĂ€hrend man bei der Zeit der KirschblĂŒte mal mehr und mal weniger GlĂŒck haben kann und die Hortensien wegen Hitze und Moskitos nicht richtig genieĂen kann, ist der Herbst einfach ein Traum. Wenig Regen, viel Sonne, klare Luft, gute Sicht, traumhaftes Licht. đ
Auf der gröĂten Kunsthandwerksmesse Asiens in Tokio gab es neben einigen Accessoires, die nur Japaner gebrauchen können, tolle live Kunst und eine erweiterte GeschĂ€ftsidee zum Thema deutsche Supermarkttasche.
Hat man beim Deutschlandbesuch nicht ausreichend Jutebeutel an der Kasse vom Discounter erworben, um seine Miete in Tokio zu zahlen, nimmt man einfach ein blanko Exemplar und druckt hĂŒbsche ja-MilchtĂŒten drauf. Fertig ist die Verkaufsware fĂŒr den Designmarkt.
Die Standbesitzerin hat gleich erkannt, dass die ja-MilchtĂŒte und ich aus dem gleichen Land kommen und war ganz entzĂŒckt vom Verpackungsdesign des Discounters. Leider war keine Zeit ĂŒber den Erfolg ihres Businesses zu sprechen, da ein Kunde dazwischen kam, der sich ernsthaft fĂŒr die selbstdesignte ja-Tasche interessiert hat und nicht nur Fotos gemacht hat wie ich.
Immer schön, ein StĂŒck Heimat in der Fremde zu finden!
























Ein kleiner Abstecher in unsere alte Heimat!
Mit 37 Millionen Menschen ist Tokio (GroĂraum Tokio - Yokohama) die bevölkerungsreichste Stadt der Welt. In Shanghai leben nur 6,5 Millionen Menschen weniger. Auch wenn sich die Anzahl der Menschen nicht groĂ unterscheidet, könnten die beiden StĂ€dte kontrastreicher nicht sein.
In Tokio ist es eng, voll (leider auch durch viel zu viele Touristen), geordnet und ruhig! WĂ€hrend RĂŒcksichtsnahme so groĂ geschrieben wird, dass es manchen Japaner buchstĂ€blich um den Verstand bringt, ist sich in Shanghai nach wie vor jeder selbst der NĂ€chste. Es ist wuselig, laut und bietet verschiedenste Geruchserlebnisse.
Obwohl Shanghai optisch noch viel traditioneller wirkt, ist dort die Digitalisierung in vollem Gange, wÀhrend in Tokio die Liebe zum Papier und Verbrennungsmotoren nach wie vor groà ist.
So groĂ die Kontraste auch sind, man kann beide Metropolen genieĂen!

















